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Der Bundeswettbewerb 2019

An einem Montagmorgen irgendwo zwischen Prüfungszeit und Sommerferien waren 23 Jugendliche auf dem Weg vom City Hostel Berlin zum Quartier Zukunft der Deutschen Bank.

Sie alle hatten bereits mit unseren Toolboxen gearbeitet, wurden aus 56 Projekt-Einreichungen ausgewählt und nach Berlin zum Bundesfinale eingeladen. Doch nun erwartete sie in den nächsten zwei Tagen eine ganz neue Challenge.

Um die Aufregung abzuschütteln ging es nach einer kurzen Begrüßung direkt in das erste Warm-up: Jeder nannte seinen Namen sowie eine Lieblingstätigkeit und warf ein Wollknäuel weiter bis ein riesiges Spinnennetz entstand. Die Entwirrung gestaltet sich rückwärts besonders heiter.

Die Challenge

Die Zuteilung der Teams zu den jeweiligen Design Thinking Trainer*innen ging schnell von statten und nun wurde die diesjährige Herausforderung verkündet:

“Demokratie leben: Wie könnt Ihr als Schüler*innen unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten und eure Interessen vertreten?”

In Hinsicht auf die engagierten Schüler*innen von Fridays for Future eine absolut zeitgemäße Aufgabe, welche auch wieder an die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung anknüpft. Warum Demokratie eine Grundvoraussetzung für die Erreichung der SDGs ist, argumentiert Marie-Luise Abshagen gut nachvollziehbar im Dokument “Zwischen Vision und Realität. Warum demokratische Strukturen Grundvoraussetzung für die SDGs sind”.

Arbeitsphasen im Design Thinking Prozess

Aber Demokratie ist, obgleich vielfach genutzt, kein leicht zu fassendes Konzept. Somit entwickelte sich in der ersten Arbeitsphase “Themenverständnis und Problem identifizieren” für die Jugendlichen bereits eine erste, spannende Diskussionsrunde.

Dem umfassenden Verständnis sind vor allem die im Prozess enthaltenen Interviews mit verschiedensten Personen zuträglich. Hierfür verwendeten die Schüler*innen selbst erarbeitete Fragebögen und werteten diese im Nachgang gemeinsam aus.

Denn noch war nicht allen klar, dass es beim Thema Demokratie Raum zur Mitgestaltung und zur Interessenvertretung für junge Menschen gibt. Also wurde fleissig recherchiert und gebrainstormt, um für die weiteren Phasen Klarheit zu Thema, Problemen und Bedürfnissen zu schaffen.

Schon zum Ende des ersten Tages konnten wir das folgende, wunderbare Feedback von Younes verbuchen:

“Es hat mich wirklich sehr gefreut und war ein unglaubliches Erlebnis. Ich habe ganz neue Menschen kennengelernt und habe nie gedacht, dass ich so offen sein kann.”

Am zweiten Tag ging es mit den Erkenntnissen des Vortages in die Phase “Ideation und Prototyping”. In diesem Schritt geht es darum das Problem konkret zu formulieren und dann eine Lösungsidee zu entwickeln um diese möglichst verständlich und plastisch darzustellen. Zu unserem  Bundeswettbewerb gehört schlussendlich auch noch ein Pitch – die Präsentation des Prototypen. Die Form der Präsentation (gebasteltes Modell, Poster, szenische Darstellung, Film etc.) blieb den Schüler*innen überlassen. Am Ende ihrer Darstellung mussten sie sich noch den kritischen Fragen der Jury stellen.

Während die Jury über der schweren Entscheidung tagte, gaben Reza und Rico von Heartbeat Edutainment einen Freestyle-Rap zum besten und im Chorus sangen alle gemeinsam:

„Wir stehen für Demokratie, singen für Demokratie, glauben an Demokratie, bauen unsere Zukunft für Demokratie!“

Die Preisverleihung

Die Jury zeichnete folgende Teams mit ihren Projekten aus:

  1. „Die Ökies“ der Peter-Lenné-Schule aus Berlin, verbunden mit einem Preisgeld von 5.000 EUR
  2. „CSS cool-super-sympathisch“ der Carlo Schmid Schule aus Mannheim  (Baden-Württemberg) mit 3.000 EUR
  3. „Die Beamten“ der Gemeinschaftsschule Ossenmoorpark aus Norderstedt (Schleswig-Holstein) mit 1.500 EUR aus.

Alle anderen Teams erhielten je 500 EUR für ihre Klassenkasse.

Abschließend möchten wir allen Partner*innen, Unterstützer*innen, Mentor*innen, Teilnehmer*innen und Trainer*innen für deren Mitwirkung danken.

Einen Überblick über alle Teams und die allgemeinen Medieninformationen zum Wettbewerb finden Sie an folgender Stelle: Wettbewerb 2019 und Presseinformation.

Ein Camp voller Zukunftskompetenzen
Chancen statt Zukunftsängste